Was du können musst
Die Software ist der kleinste Teil. DaVinci Resolve ist kostenlos und reicht für alles bis Level 3. Premiere Pro und CapCut sind ebenso verbreitet. Wichtiger ist, was du damit machst: Tempo halten, Leerlauf rausschneiden, einen Hook in die ersten Sekunden setzen, Untertitel sauber timen und den Ton auf einen Pegel bringen.
- Schnittprogramm sicher bedienen: DaVinci Resolve, Premiere Pro oder CapCut
- Pacing und Rhythmus: du hörst, wo ein Schnitt sitzen muss
- Untertitel, Sound-Design, einfache Grafiken
- Genre-Kenntnis: Gaming schneidet man anders als Talking Head
- Zuverlässigkeit: Deadlines einhalten, Rückfragen vor dem Schnitt stellen
Portfolio ohne Kunden aufbauen
Niemand bucht dich ohne Beispiele, und ohne Aufträge hast du keine Beispiele. Der Ausweg: Schneide selbst. Nimm ein Video eines Creators, dessen Stil du magst, und schneide daraus ein Short mit eigenem Hook, Untertiteln und Sound. Oder nimm eigenes Material: ein Gameplay, ein Gespräch, einen Vlog. Zwei bis fünf kurze Beispiele reichen, wenn sie dein Genre zeigen.
Zeig Vorher und Nachher. Ein Ausschnitt von 20 Sekunden aus dem Rohmaterial neben deinem Schnitt erklärt mehr als jeder Text. Lade die Beispiele auf YouTube als nicht gelistet oder auf Google Drive hoch und schick nur Links.
Wo Cutter bezahlte Aufträge finden
Discord-Server von Creatorn sind der klassische Einstieg: Viele suchen Cutter, zahlen aber wenig und unregelmässig. Kleinanzeigen und Freelancer-Marktplätze bringen Aufträge, wenn dein Profil steht, kosten aber Zeit für Angebote und Gebühren.
Plattformen wie EditFlow nehmen Cutter in drei Leveln auf: Basic für Shorts und einfache Schnitte, Advanced für YouTube-Videos und Gaming, Premium für aufwendige Produktionen. Du bekommst Aufträge zugewiesen, schlägst einen Preis vor, und Zahlung und Kommunikation laufen über das System. Der Kunde zahlt vor der Arbeit, du bekommst deine Provision nach der Abnahme.
Was Cutter verdienen
Einsteiger schneiden Shorts für 10 bis 25 Euro pro Stück. Wer YouTube-Videos in guter Qualität liefert, kommt auf 25 bis 60 Euro pro Stunde. Feste Cutter grosser Kanäle verdienen mehr, sind aber selten. Realistisch für den Anfang: ein Nebeneinkommen, das mit jedem Level wächst.
Bei EditFlow verdienst du eine Provision pro abgeschlossenem Auftrag. Sie steigt mit dem Level: Advanced-Cutter bekommen einen höheren Anteil als Basic, Premium-Cutter den höchsten. Du entscheidest selbst, wie viele Aufträge du annimmst.
Rechtliches in Kürze
Als Cutter arbeitest du in der Regel selbständig. In Deutschland meldest du ein Kleingewerbe an oder arbeitest freiberuflich und schreibst Rechnungen, bis zur Kleinunternehmergrenze ohne Umsatzsteuer. Bist du unter 18, brauchst du die Zustimmung deiner Eltern, und eine Anstellung ist oft der einfachere Weg. Das ist keine Rechtsberatung. Frag im Zweifel das Finanzamt oder eine Beratungsstelle.
Bewerbung bei EditFlow
Auf der Jobseite findest du die offenen Stellen für Cutter und Designer nach Level. Die Bewerbung dauert fünf Minuten: Name, Discord, Erfahrung, Motivation und Links zu deinem Portfolio. Wir schauen uns jede Bewerbung an und melden uns per Discord oder E-Mail.